Chirotherapie

Chirotherapie

Die Chirotherapie ist eine etwa 5000 Jahre alte und bewährte Behandlungsform. Nach dem letzten Krieg wurde sie auch in Deutschland wieder gelehrt und fand in der ärztlichen Behandlung Verbreitung. Die Chirotherapie ist die Medizin der gestörten Funktion des Bewegungsapparates des Menschen, speziell seiner Gelenke.

Die Diagnose der Gelenksfunktionsstörungen erfolgt durch genaue Untersuchung von Hand, wobei der erfahrene Chirotherapeut sofort die Problemzonen ertastet. Die diagnostische Palpation (Abtasten der Gelenke in ihrer Funktion) stellt für uns eine entscheidende Erweiterung unserer ärztlichen Untersuchungstechniken dar.

Die Gelenkfunktionsstörung, die man chirotherapeutisch behandeln kann, nennt man Blockierung. Ursachen für Blockierungen sind noch nicht genau bekannt. Man findet neben der gestörten Funktion der Gelenke meist Störungen in der Muskulatur und an der Wirbelsäule haltungsbedingte Belastungszonen. All dieses muß bei der chirotherapeutischen Behandlung mit bedacht werden.

Blockierungen gibt es nicht nur an den Gelenken der Wirbelsäule. Auch andere Gelenke des Körpers können im Sinne einer Blockierung in ihrer Funktion gestört sein, z.B. an den Füßen, den Händen und den Ellenbeugen.Blockierungen führen nach einiger Zeit zu Schmerzen und anderen vielfältigen Beschwerden, die oft gar nicht mit der Wirbelsäule oder einem anderen gestörten Gelenk in Verbindung gebracht werden.Manche Blockierungen bestehen sehr lange Zeit. Nur mit chirotherapeutischen Untersuchungstechniken lassen sie sich erkennen. Geschieht dies nicht, können sich lange Leidenswege oder auch fehlerhafte Diagnosestellungen ergeben.

Die Chirotherapie ist eine bewährte Methode, um Blockierungen zu lösen. Dazu werden verschiedene Handgriffe verwendet. Die Chirotherapie ist also im besten Sinne eine echte Behandlung. Die angewandten Griffe stellen das Gelenksspiel wieder her. Das „Knackgeräusch“ bei dem im Volksmund bekannten „Einrenken“ stellt hier nur einen Nebeneffekt dar. Wichtiger sind Effekte auf das Gelenkinnenmilieu, auf die Kapseln und Bänder, auf die Muskulatur und auf die Nervensteuerung eines gestörten Gelenkes.

Von den Krankheitsbildern, die hier chirotherapeutisch behandelt werden können, seien als Beispiele genannt, Formen des Schulter-Arm-Syndroms, der Ischialgie, Kopfschmerzbeschwerden (Spannungs- und Wirbelsäulen-Kopfschmerz), schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule in allen Abschnitten, Formen des Tennisarms. Unterstützend ist die Chirotherapie wirksam bei der Behandlung von Sehnenscheidenentzündungen und auch beim Karpal-Tunnel-Syndrom (Frühform).